Kofler-Kraxberger/Lischke:
Das Interaktionsgeschehen in der Bewegungsanalyse

In der Psychotherapie ist die Beziehung zwischen TherapeutIn und KlientIn ein bedeutsamer Fokus für Entwicklung und Veränderung. Um so wichtiger ist es, dass wir als TherapeutInnen immer wieder Einsicht in unser eigenes Beziehungsrepertoire nehmen, in das was uns vertraut und was uns fremd ist.
Die Bewegungsanalyse ermöglicht einen unmittelbaren nonverbalen Zugang zu diesem Thema. Sich bewegen heißt handeln. Die Körperbewegung als nonverbales Handeln bietet ein einfaches und unmittelbares Lernfeld für bislang vermiedene Beziehungserfahrungen. Im anschließenden Gespräch wird anhand von bewegungsanalytischen Beobachtungskriterien das motorische Interagieren reflektiert: welche Handlungsdialoge wie etwa bestimmen, mitbestimmen, kooperieren, polarisieren, folgen sind mir selbstverständlich, welche unvertraut oder konflikthaft besetzt. Der weitere Bewegungsprozess verdichtet das Experimentieren mit neuen Interaktionsweisen.
Das Workshop vermittelt die spezifische Arbeit mit Interaktion in der Bewegungsanalyse (Methode Cary Rick) anhand der Möglichkeit zum eigenen Tun und der Besprechung einer unserer Videoaufnahmen.